Kreuzt die Klingen!
Ritter waren tollkühne Kämpfer und heldenhafte Edelmänner des europäischen Mittelalters.
Natürlich gab es schon lange vor den "klassischen″ Rittern mutige Krieger, die für ihre Könige, Länder und Ziele in den Kampf zogen.
Bereits im 8. Jahrhundert entstanden die sogenannten "fränkischen Panzerreiter″, die im Kampf der Franken gegen arabische Truppen sofort siegreich waren und den arabischen Reitern Paroli boten.
Die Panzerreiter wurden immer populärer und wurden oft zu einer entscheidenden Kraft in Schlachten. Aber schon bald wurde deutlich, dass es sehr teuer war, einen Panzerreiter auszurüsten: Ein spezielles, sehr kräftiges Pferd, die an den jeweiligen Körperbau angepasste Rüstung und die Kampfausbildung beanspruchten sehr viel Geld.
Unabhängig davon standen aber zu Beginn der Ritterzeit noch viele Unfreie in der Funktion eines Ritters für ihre Herren, dann jedoch änderte sich die Aufteilung des Ritterstandes im 12. Jahrhundert entgültig: Kaiser Barbarossa erließ ein Verbot für Priester- und Bauernsöhne, Ritter zu werden.
Weiterhin gab es kirchliche Initiativen, die dafür sorgten, dass sich die Ritter langsam von ihrem Ruf als streitsuchende Haudegen wegbewegten und zu Verteidigern der Armen und Schwachen wurden, so, wie man Ritter heute im allgemeinen kennt.
Im späteren Mittelalter war es dann für fast alle Anwärter auf das Ritter-Dasein Voraussetzung, aus einer (Adels-)Familie zu kommen, in der bereits Vorfahren als Ritter gelebt hatten. Daraus entwickelte sich dann auch bald der tatsächliche Ritterstand.
Die Ritter selbst waren über Jahrhunderte nicht aus dem Kampfgeschehen wegzudenken, waren hoch angesehen und genossen viele Privilegien.
Der Ritterstand hatte einen so großen Einfluß, dass es ihn selbst heute noch gibt. Zwar geht es für heutige Ritter schon längst nicht mehr um wilde Schlachten, aber ein ehrenvoller Titel ist es nach wie vor. In England z.B. wird dieser Titel noch immer von der Königin an Personen verliehen, die sich um das Land auf verschiedenste Weise verdient gemacht haben.