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Das berühmteste Getränk Mexikos: Der Tequila

Mexikanische Fiestas sind rund um den Erdball berühmt und stehen für ausgelassene Stimmung, Musik und Tanz. Und auch der ein oder andere “schärfere” Tropfen wird dabei gerne mal ausgeschenkt. Und welches geistreiche Getränk steht da an erster Stelle? Natürlich der Tequila! Mittlerweile ist dieser Schnaps auf der ganzen Welt bekannt und taucht in den verschiedensten Variationen auf. Pur mit Salz und Zitrone oder als Zutat für viele Cocktails ist der Tequila auch bei uns kaum mehr aus der alkoholhaltigen Getränkekarte wegzudenken!

Gewonnen wird der Tequila aus der blauen Agavenpflanze gewonnen und gehört zur Schnapsart der Mezcals. Die Agave kann erst nach ca. 8 Jahren geerntet werden, dann wird sie unter heißem Dampf gegart, dann zerkleinert und ausgepresst. Dann folgt eine zweifache Destillation. Vorher wird aber schon entschieden, welche Art von Tequila hergestellt werden soll. Hierbei wird zwischen 100%-Tequila und Mischsorten unterschieden. Beim 100%-Tequila finden sich außer dem reinen Agavensirup keine weiteren Zusätze im Getränk, bei Mischsorten werden andere Zuckerarten hinzugemischt, die allerdings einen Anteil von 49% nicht übersteigen dürfen.
Die Tequilasorten umfassen den klassischen, “silberfarbenen” Tequila, sprich einn klaren Tequila und den “goldenen” Tequila, der mit dunkleren Zuckersorten ergänzt wurde. Weiterhin werden die Tequilas nach ihrem Alter sortiert. Es gibt aged, extra-aged und ultra-aged Tequila, die Lagerzeiten zwischen 2 Monaten und 3 Jahren haben. Tequila lagert grundsätzlich in großen Eichenfässern, die bis zu 600 Liter fassen.

Wie der Name schon sagt, stammt das Getränk aus der Stadt Tequila und ihrer Umgebung im mexikanischen Staat Jalisco. Allgemein wird angenommen, dass zuerst die Spanier im 16. Jahrhundert begannen, Tequila herzustellen. Die Agave wurde ohnehin schon als Nutzpflanze eingesetzt und diente zur Herstellung verschiedener wichtiger Güter wie z.B. von Medikamenten. Der Tequila verbreitete sich schnell als beliebter Schnaps, wurde aber bald nach seiner Erfindung schon wieder verboten. Im 17. Jahrhundert wurde die Herstellung, die bis dahin weiterhin illegal weitergeführt wurde, besteuert und wieder erlaubt. Die mexikanische Unabhängigkeit im Jahre 1821 legte dann den Grundstein für den Siegeszug des Tequila. Aus Spanien kam nach der Unabhängigkeit immer weniger Schnaps nach Mexiko und der Tequila wurde bald in immer mehr Orte in Mexiko geliefert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Tequila folgerichtig zum mexikanischen Nationalgetränk erklärt und setzte seinen Siegeszug in den folgenden Jahrzehnten auch über die Grenzen Mexikos hinaus fort. Zuerst kam der Tequila in den USA an, wo er hauptsächlich als Bestandteil verschiedener Cocktails bekannt und beliebt wurde.

Über die verschiedenen Arten und Rituale, den Tequila zu trinken, gibt es sehr unterschiedliche Ansichten und Vorlieben. Der 100%-Tequila wird generell pur und bei Zimmertemperatur genossen.
Für die Mischarten des Tequila existieren bestimmte Trinktechniken, die aber nicht verbindlich sind. Gerne wird der klare Tequila mit etwas Salz und einer Zitronenscheibe verzehrt. Dass der dunklere, “goldene” Tequila mit Zimt und einer Orangenscheibe zu sich genommen wird, ist allerdings keine mexikanische, sondern eine deutsche Tradition. Und für die Mexikaner gilt sowieso, dass der Tequila nicht als “Shot”, also als kurzer Schnaps, den man in einem Zug trinkt, konsumiert wird, sondern langsam und mit Genuß den Weg in den Magen findet.
Als Zutat für Cocktails ist der Tequila nach wie vor sehr beliebt, am bekanntesten ist wahrscheinlich der Cocktail, der den Tequila im Namen trägt: Tequila Sunrise.

Aber bei allem Partyspaß und dem großen Ruf, der dem Tequila vorauseilt, gilt: Tequila hat einen Alkoholgehalt von 38% Vol. bis 50% Vol. und muss daher immer in Maßen genossen werden!

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