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Fiesta in Mexiko: Tänze, Tänze und nochmal Tänze

Neben der feurigen und emotionalen Musik Mexikos assoziiert man auch immer den Tanz mit diesem Land. Und in der Tat: Tanzen ist ein wichtiger und wesentlicher Bestandteil des mexikanischen Lebens und der dortigen Kultur. Und da Tänze dort auch so beliebt sind, gibt es eine dementsprechend große Vielfalt. Von klassischen europäischen Tänzen im Norden bis hin zu spektakulären Darbietungen wie den “Voladores” gibt es in Mexiko alle möglichen Tanzarten.

Berühmte Tänze stammen aus allen möglichen Regionen in Mexiko. Alle Tänze, bzw. die Vorführungen dieser, beinhalten sehr viel Anmut und, vor allem, sehr farbenfrohe und oftmals spektakuläre Kostüme.
Versuchten die Besatzungsmächte zur Zeit der Eroberung Mittelamerikas noch, althergebrachte Tanztraditionen zu verbieten, änderte sich das Verhältnis der Neuankömmlinge zu den alten Bräuchen bald. Gerade die spanischen Missionare sahen in den alten Tänzen eine Möglichkeit, den alten Völkern den katholischen Glauben näherzubringen. Zum Beispiel gab es bei den Azteken Tänze, die den Wechsel zwischen Tag und Nacht beschrieben und dabei den Tag als etwas Gutes beschrieben, während die Nacht als böse dargestellt wurde. Die Missionare übertrugen diese Thematik einfach auf den göttlichen Kampf gegen den Teufel.
Bis heute haben aber einige Tänze der alten Völker überlebt und werden nach wie vor regelmäßig öffentlich aufgeführt. Beispielsweise tanzen die Concheros einige alte Tänze, bei denen sie einen prächtigen Kopfschmuck aus bunten Federn und traditionelle Kostüme tragen.

Moderne Tänze gibt es natürlich auch zu Hauf. Im Norden Mexikos sind, wie schon erwähnt, europäische Tänze wie der Walzer oder die Polka sehr beliebt, da im Norden gerade im 18. und 19. Jahrhundert europäische Einwanderer sehr zahlreich vertreten waren.
Ein absolut spektakulärer Tanz ist der der sogenannten “Voladores”, der fliegenden Männer. Fünf Männer klettern für diesen Tanz auf einen ca. 25 Meter hohen Mast. Oben angekommen, setzt sich ein Mann auf eine Art Plattform, die oben auf dem Mast angebracht ist, die 4 anderen befestigen sich jeweils an einem Seil und wickeln es sich mehrmals um den Körper. Der sitzende Mann beginnt dann, auf einer Trommel einen Rhythmus zu schlagen und auf einer Flöte zu spielen, zu diesen Klängen seilen sich die 4 Männer dann kopfüber und mit tanzenden Bewegungen in 13 Umdrehungen vom Mast ab, bis sie den Boden erreichen.
Urspünglich war dies ein Tanzritual zur Fruchtbarkeit, bzw. wurde dieses Ritual früher durchgeführt, um einen Baum, der dann gefällt werden sollte, gnädig zu stimmen und ihm Respekt entgegenzubringen.
Heute ist dieser Tanz zwar auch eine große Touristenattraktion, aber die Tänzer sind mittlerweile in Gewerk- und Gesellschaften organisiert und achten darauf, dass diese Traditon in ihrer ursprünglichen Form bewahrt bleibt.

In den karibischen Regionen Mexikos herrschen dagegen Tänze wie die Rumba oder der Mambo, gerade bei jungen Mexikanern ist auch die Salsa sehr beliebt.
Aber es sind nicht nur die klassischen Tänze, gerade in jüngeren Generationen haben natürlich auch moderne Trend-Tänze ihren Platz und sind in mexikanischen Discos sehr angesagt.

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